Ein Team ist mehr als die Summe der Spieler

Ein Team ist mehr als die Summe der SpielerDas konnte man auf der WM gut beobachten. Die besten Stars können nichts erreichen, wenn sie von ihrem Team nicht richtig ins Spiel gebracht werden.

Das dies auch auf Projekt-Teams zu trifft, liegt auf der Hand. Diese Fußball-Weisheit gilt jedoch ganz allgemein für Systeme. Ein System ist mehr als die Summe seiner Bauteile. Es kommt vielmehr darauf an, wie die Bausteine zusammen wirken.

Systeme finden sich in IT-nutzenden Unternehmen auf ganz unterschiedlichen Ebenen: Rechner sind über Netze miteinander verbunden und arbeiten zusammen. Anwendungen sind über Schnittstellen miteinander verbunden und tauschen Daten aus. Diese Systeme sind bekannt und die Bausteine können leicht identifiziert werden.

Aber auch auf der Prozessebene und der Organisationsebene finden wir Systeme. Leider gibt es für diese nur selten Baupläne, die zeigen wie die einzelnen Bausteine zusammenwirken. Oder im Fußballer-Jargon: man findet zwar ab und zu skizzierte Spielzüge in Form von Prozessdiagrammen, die Spielaufstellung wird aber nirgends vorgestellt.

Dabei ist diese Sichtweise für uns Menschen sehr wichtig. Wenn wir etwas Großes, etwas Komplexes verstehen wollen, schauen wir aus welchen einfacheren Teilen es besteht und wie diese zusammen wirken. Wird dies nicht explizit und gesteuert angegangen, macht sich jeder seine eigene Vorstellung. Je nach Blickwinkel fallen diese Bilder in den Köpfen natürlich sehr unterschiedlich aus. Missverständnisse sind vorprogrammiert. Es wirkt alles „soooo“ komplex und führt vielfach zu Resignation in den Teams.

Probieren Sie doch mal folgendes: stellen Sie sich vor, sie dürften für Ihr Unternehmen ein neues Team aufstellen. Welche Positionen würden Sie für welche Aufgaben vorsehen? Über welche Wege würden diese Positionen zusammenspielen? Was wären die besten Spielzüge? Das Ganze natürlich iterativ, um sich schrittweise aber zielgerichtet der besten Lösung zu nähern.

Im nächsten Schritt gilt es zu überlegen, wer die richtigen Spieler für die Positionen sind und wie diese technisch ausgestattet werden müssen. So schaffen Sie eine solide und übersichtliche Grundlage, um die Änderungen auf der Organisations- und Prozessebene anzugehen und um die dazu passenden Anforderungen an die IT abzuleiten.

Übrigens: Kohlenstoff ist auch ein schönes Beispiel dafür, dass es nicht alleine auf die Bestandteile ankommt, sondern auf die systemischen Zusammenhänge: diese entscheiden ob Sie ein Stück Kohle oder einen Diamanten in der Hand halten.


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Ein Gedanke zu „Ein Team ist mehr als die Summe der Spieler

  1. Sabine Grözinger

    Der neue Weltmeister ist ein attraktives Anschauungsbeispiel für ein gelungenes Zusammenspiel in Teams: Jeder Einzelne ist der Wichtigste und bringt sich dennoch mit vollem Engagement fürs Kollektiv ein, planvolles und gleichzeitig flexibles Vorgehen , Spielfreude gepaart mit emotionaler Achtsamkeit, Fairness, Drang zur Perfektion und dennoch ausgestattet mit menschlichen Ecken und Kanten. Grandios!

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