Hamburger IT-Kosten explordieren

Die IT-Kosten der Stadt Hamburg laufen drastisch aus dem RuderLaut der am 12.05.2014 im Hamburger Abendblatt und in der Welt erschienenen Artikel von Jens Meyer-Wellmann laufen die IT-Kosten der Stadt Hamburg drastisch aus dem Ruder. Meyer-Wellmann nennt beispielhaft Kostensteigerungen von bis zu 300% und Verzögerungen von über 10 Jahren. Im Schnitt würden sich die Projekte um 3,5 Jahre verspäten und 50% teurer als veranschlagt. Die Ursachen werden in der Planung gesehen: „Dabei zeigt sich, dass die Verspätungen und Kostensteigerungen bei Projekten mit sogenanntem Lastenheft geringer ausfallen als bei Vorhaben, die ohne Lastenheft umgesetzt wurden. „

Wie ist es möglich, dass in öffentlichen Projekten ohne Lastenheft gearbeitet wird? Wie wurden die Ausschreibungen gestaltet? Scheitern im öffentlichen Umfeld agile Projekte eher als Projekte, die nach dem V-Modell mit einem Lastenheft arbeiten? Oder wurden in den gescheiterten Projekten einfach die Hausaufgaben nicht gemacht.

Ein Lastenheft zu erstellen ist sicherlich keine einfache Aufgabe. Software zu spezifizieren gehört nicht zum Tagesgeschäft eines Sachbearbeiters einer Behörde. Dennoch erwartet man von diesen Leute, hochkomplexe Themen vorauszudenken, bis ins Detail festzulegen und nichts dabei zu vergessen. Und dies bei einem so abstrakten Thema wie Informationsverarbeitung. Ohne professionelle Hilfe ist dies kaum zu bewerkstelligen. Kein Wunder, dass versucht wird, ohne auszukommen.

Denn ein schlechtes Lastenheft wird auch schnell zur Kostenfalle. Gerade im öffentlichen Sektor kommt es vor, dass sich große IT-Dienstleister in Ausschreibungen gegenseitig unterbieten, um dann mit den Zusatzleistungen aufgrund von Mängeln im Lastenheft die großen Gewinne einzustreichen.

Ich bin gespannt, welche Maßnahmen der Senat ergreifen wird. Und mich würde sehr interessieren, wie es in Berlin aussieht.


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