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Komplexe Vernetzung: die große Herausforderung bei der Digitalisierung im Mittelstand?

Vernetzung: die große Herausforderung bei der Digitalisierung
Vor etwas mehr als einem Jahr veröffentlichte ich in diesem Blog den Artikel „Ist IT komplex?“. Aus diesem Artikel entstanden zahlreiche Diskussionen darüber, was denn Komplexität sei. Die Verständnisse gingen weit auseinander. Für die Einen ergab sich die Komplexität eines Systems aus der hohen Anzahl an Elementen, den vielen Verknüpfungen zwischen den Elementen und der Unüberschaubarkeit dieser Verknüpfungen. Große Software-Systeme waren somit komplex. Für andere durfte das Gesamtverhalten des Systems nicht eindeutig beschreibbar sein, wie zum Beispiel die Bewegung eines Mobiles. Aus diesem Blickwinkel heraus gesehen ist Software nicht komplex, da sich Computer exakt so verhalten, wie die Software es vorschreibt. Zumindest wenn sich nicht kaputt sind.

Die unterschiedlichen Sichten auf Komplexität gehen immer auch einher, mit unterschiedlichen Systemen, auf welche die Befragten ihre Aussage zu Komplexität beziehen. Wenn man die Wetterphänomene in der Atmosphäre mit dem Verhalten eines Computers vergleicht, so ist das Verhalten des Computers sehr gut vorhersagbar und auch weniger komplex. In diesem Artikel möchte ich Arten von Komplexität vorstellen, die Unternehmen bei der Digitalisierung im Auge haben und meistern müssen. Denn die Komplexität häufig der Grund, warum solche Vorhaben scheitern.
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Ein Plädoyer für die Daten

Daten und Prozess gehören zusammenDaten und IT gehören irgendwie zusammen. Wenn mit Daten etwas nicht stimmt, wird bei der IT nachgefragt, was denn los sei. Aber sind Daten wirklich eine Sache der IT?

Blicken wir einmal zurück in eine Zeit als es noch keine Computer gab. Das ist noch gar nicht so lange her. Damals gab es schon eine Buchhaltung, ein Lagerwesen und eine Produktionsplanung. Die dazugehörenden Prozesse liefen zwar etwas anders ab als mit den heutigen Möglichkeiten, die Prozesse gab es aber schon. Und auch ohne elektronische Datenverarbeitung spielten in diesen Prozessen Daten eine wichtige Rolle. Daten – damals nannte man sie auch Akten oder Bücher – waren das Mittel um Informationen zwischen Prozessen auszutauschen. Wenn Ware in ein Lager eingebracht wurde, wurde ein Bestand erhöht. Wenn die Ware entnommen wurde, wurde wieder ausgebucht. Die Daten waren enorm wichtig und wurden sehr sorgsam gepflegt. Denn ohne Daten konnten die Prozesse nicht funktionieren.
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Ein Buch voller Baupläne: The Architecture of SAP ERP

The Architecture of SAP ERP The Architecture of SAP ERP, erschienen 2014 im Verlag tredition[/caption]

Das vor wenigen Tagen erschienene Buch „The Architecture of SAP ERP” von Bernhard Gröne und Jochen Bieder gibt einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Bereiche von SAP ERP (vormals SAP R/3). Das Buch enthält über 100 Diagramme, davon über 50 Baupläne in Form von FMC-Blockdiagrammen.

Dieses Buch ist nicht nur allen zu empfehlen, die ein vertieftes Verständnis von SAP ERP erhalten wollen. Es vermittelt auch einen sehr guten Eindruck, wie mit Blockdiagrammen/Bauplänen die Architektur einer äußerst komplexen und umfangreichen Software verständlich erklärt werden kann.

22 Jahre Architekturmodellierung bei SAP

Dr. Bernhard Gröne, Development Architect und TAM Standard Owner der SAP AG, hat auf der GI-Konferenz Modellierung 2012 einen sehr schönen Beitrag veröffentlich:

Introducing Architecture Modeling at a big software product company

In diesem Beitrag beschreibt Dr. Gröne nur den organisatorischen Weg, einen Modellierungsstandard in einer solch großen Organisation durchgängig zu etablieren. Der Artikel enthält auch einige schöne Beispiele von FMC-Blockdiagrammen.

TAM (Technical Architecture Modeling) ist eine Kombination von FMC und UML. TAM verwendet als Notation für Aufbaustrukturen die FMC-Blockdiagramme, für Ablaufstrukturen die UML Activity Diagramme und für Wertbereichsstrukturen die UML Klassendiagramme. Das Denkmodell hinter TAM ist jedoch das von FMC.